"Es werde Licht", titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in Gedanken an die in Deutschland ausgebrochene Energiedebatte. Die vier Großen der Branche, E.on, RWE, EnBW und Vattenfall haben den Urlaub Angela Merkels genutzt um den Regierungsplänen für eine Brennelementesteuer ab 2011 den Kampf anzusagen. Durch die beträchtlichen Kosten (rund 2,3 Milliarden Euro jährlich) würde sich der Betrieb einiger Kraftwerke nicht mehr lohnen, so dass die Energievertreter damit drohten, ihre Kraftwerke schlicht abzuschalten. Außerdem forderten sie eine Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Kernkraftwerke, deren Ende für 2021 geplant ist. Und während die Presse sich noch fragt, warum Angela Merkel sich von den "säbelrasselnden Lobbyisten" dermaßen auf die Füße treten lässt, kündigt die Kanzlerin für nächste Woche eine "Energiereise" an, bei der sie für Deutschlands zukünftiges Energiekonzept lernen wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.