"Weg mit dem Palast, er stört die Sicht aufs Kreuz!" und "Ab mit dem Kreuz in die Kirche, Polen ist ein weltlicher Staat!" Solche und ähnliche Parolen konnte man gestern Abend während einer Demo gegen das Kreuz vor dem Präsidentenpalast in Warschau lesen, berichtet Gazeta Wyborcza auf dem Titelblatt. Das Kreuz vor dem Palast wurde zu Ehren der Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April bei Smolensk errichtet, bei dem 96 polnische Staatsvertreter ums Leben kamen, unter ihnen Präsident Lech Kaczyński. Am 3. August verhinderte eine Gruppe von Kreuz-Befürwortern dessen Verlegung in eine nah gelegene Kirche, in Verletzung einer Vereinbarung, mit der kirchlichen Hierarchie. Dies veranlasste Dominik Taras, Koch an der Warschauer Akademie der Künste, zur Organisation einer Protestaktion via Facebook. Letzte Nacht versammelten sich mehrere Tausend Menschen vor dem Präsidentenpalast und forderten die Entfernung des Kreuzes.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.