"Das Begräbnis von [Milan] Paumer verändert den Blick auf den antikommunistischen Widerstand", titelt Mlada Fronta DNES am Tag nach der Beisetzung des berühmten Widerstandskämpfers. Die Anwesenheit der wichtigsten tschechischen Politiker verlieh Milan Paumer (1931-2010) endgültig den Status eines "Helden" der Opposition gegen das prosowjetische Regime. Er gehörte der Gruppe um die Brüder Mašín an, die 1953 in den Westen gingen. Während die nationale Würdigung Paumers und der Brüder Mašín immer noch die Öffentlichkeit spaltet, schickt sich die rechtskonservative Regierung von Petr Nečas an, ein Gesetz zu erlassen, dass "den Kampf gegen den Kommunismus auf die gleiche Stufe stellt wie den Kampf gegen den Nazismus". Nach über einem halben Jahrhundert könnten die Vertreter der "dritten Widerstandsbewegung" (nach der gegen das österreich-ungarische Kaiserreich und den Nazismus) endlich rehabilitiert werden, stellt die Tageszeitung fest.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.