"Das Ende vom Fest?" fragte sich heute Morgen El Periódico, der damit rechnete, dass das katalonische Parlament der Tradition der Corrida in der Region "den Todesstoß" geben werde, was dann auch so geschah. Nach Monaten der Diskussionen haben die Abgeordneten mit 68 Stimmen gegen 55 für die Abschaffung des Sports gestimmt. Im Januar 2012 wird das Verbot tritt in Kraft treten. Das Gesetz folgt auf eine Kampagne der Tierschützergruppe Prou, die von 180.000 Bürgern unterstützt wurde und zur allgemeinen Volksinitiative anwuchs. Die Entscheidung des Parlaments beendet eine hitzige Auseinandersetzung in Spanien, bei der sich Mitleid mit den Tieren und Identitäts-Gefühle vermischen. So titelt die Tageszeitung ABC aus Madrid: "Sie sprechen von Stieren, aber in Wirklichkeit geht es um Spanien" und weist darauf hin, dass das katalanische Votum nur eine Bekundung "nationalistischen Opportunismus" sei, um "die kulturellen Veranstaltungen anzugreifen, die es mit dem Rest Spaniens gemein hat."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.