Ta Nea, 28. Juli 2010
Eine Woche nach dem am 19. Juli verübten Mord am Journalisten Sokratis Giolias hat die Sekte der Revolutionäre einen Bekennerbrief an die Tageszeitung Ta Nea geschickt. "Machtdemonstration und neue Bedrohungen" kommentiert das Blatt den Brief auf seiner Titelseite. Mit scharfem Unterton erklären die Mitglieder der nach den Ausschreitungen 2008 entstandenen Gruppe, dass sie bewaffnet seien und bedrohen namentlich Journalisten und Pressezaren. Nach Meinung der linksliberalen Zeitung erinnern die Methoden an diejenigen des 17. November, einer Terrororganisation, die vom Sturz der Generäle 1974 bis 2003 wütete und sich zu nahezu 25 Mordtaten bekannt hat.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.