Hospodářské noviny, 27. Juli 2010
Zwischen Böhmen und Mähren wütet die "Schlacht ums Epos", stellt Hospodářské noviny fest. Der 150. Geburtstag von Alfons Mucha wird vom Streit zwischen den beiden tschechischen Regionen um den Bilderzyklus "Slawisches Epos" überschattet. Das Meisterwerk des Malers wurde 1910 der Stadt Prag geschenkt unter der Bedingung, dass der Stadtrat ihm einen "würdigen Ort" gebe. Sollen nun die zwanzig großformatigen Bilder zu Geschichte und Mythen der Slawen im Schloss Mährisch Kromau Moravský Krumlov verbleiben oder nach Prag überstellt werden? Der Umzug war für den 26. Juli vorgesehen, doch nach einer Klage der Anwälte der Erben Muchas "zieht die Schlacht nun vor Gericht", schreibt die Tageszeitung aus Prag.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.