Die Groß-Schweiz hebt ab
Die Schweizer Rechte möchte das Land vergrößern, indem sie deutsche, französische, österreichische und italienische Grenzregionen annektieren, berichtet die Gazeta Wyborcza. Die Schweizer Volkspartei (SVP) hat die Idee schon im Juni verbreitet, aber erst jetzt einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, in dem die nötigen Verfassungsänderungen gefordert werden, um die Erweiterung zu ermöglichen. Die besagten Regionen sind Baden Württemberg, das französische Elsass, Savoyen, Jura und Ain, die italienischen Provinzen Aosta, Como, Varese und Bozen und die österreichische Provinz Vorarlberg.
Würden die Pläne der SVP umgesetzt, würde die Einwohnerzahl der Schweiz um 17 Millionen ansteigen (derzeit zählt das Land sieben Millionen Einwohner) und Stuttgart wäre seine größte Stadt. "Wir sollten die Integration dieser Regionen vereinfachen, die unter der Herrschaft der europäischen 'classe politique' leiden, die sich nicht im geringsten für sie interessiert. Ihre Einwohner schauen neidisch auf unseren selbstverwalteten Staat und sehnen sich nach einer Demokratie der Nähe mit menschlichem Antlitz“, erklären Politiker der SVP.
Die Schweizer Behörden haben den Vorschlag nicht kommentiert. Er sorgte aber in der deutschen Botschaft in Bern für viel Heiterkeit. Ihre Angestellten sollen sich gefragt haben, wann die Schweizer anfingen, den "Zugang zum Meer einzufordern". Die gute Stimmung verflog aber, als sie die Ergebnisse einer Umfrage in der Schweizer Wochenzeitung Weltwoche zu Gesicht bekamen. Aus dieser ging hervor, dass 63 Prozent von den beinahe 1800 in Grenzregionen lebenden befragten Deutschen, Italienern und Österreichern für einen Anschluss an die Schweiz stimmten. Dies ist allerdings wenig erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Gehälter in der Schweiz weitaus höher sind als zum Beispiel in Deutschland und dass Deutsche an vielen Schweizer Universitäten schon den Großteil der Dozenten stellen. (sd)
Das Spiel dauert nun schon seit zwei Jahren: Athen gibt vor, den Forderungen seiner Gläubiger und Partner zu entsprechen, und seine Gläubiger und Partner geben vor, den griechischen Beteuerungen Glauben zu schenken. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts sollte diesem Bluff endlich ein Ende gesetzt werden.
Die Stärkung nationaler Werte steht im Zentrum des politischen Projekts des ungarischen Ministerpräsidenten. Seit Anfang des Jahres stellt sich diese Ambition auf der Budaer Burg aus: Fünfzehn Auftragsbilder werden gezeigt
Seit die Portugiesen dem strikten Regime von IWF, EU und EZB unterliegen, kaufen sie anders ein. Die Krise treibt zum Sparen an, aber macht auch kreativ.