"Nick Cleggs 'illegaler' Irakkrieg-Ausrutscher hat rechtliche Abmahnung zur Folge", titelt der Guardian. Vizepremier Clegg vertrat Regierungschef David Cameron während dessen Fragestunde und sagte in einer hitzigen Auseinandersetzung mit Jack Straw, der zur Zeit des Krieges 2003 Außenminister war: "Eventuell müssen wir bis zu seinen [Straws] Memoiren warten, aber vielleicht wird er eines Tages über seine Rolle in der absolut katastrophalsten Fehlentscheidung Rechenschaft ablegen: Den illegalen Einmarsch in den Irak." Clegg beharrt darauf, dass er als Privatperson gesprochen habe, doch der Guardian merkt an, dass ein tonangebender internationaler Jurist darauf hingewiesen habe, dass eine Aussage eines Regierungsmitgliedes in einem solch formellen Rahmen das Risiko von Anklagepunkten gegen England an internationalen Gerichtshöfen erhöhen könne.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.