Die Tageszeitung, 22. Juli 2010
Der Líder Maximo ist ab jetzt ein "Maximo Dealer", titelt die Tageszeitung und kommt so auf den 21. Juli zurück, als der spanische Außenminister und der kubanische Parlamentspräsident verkündeten, dass alle kubanischen politischen Gefangenen freigelassen werden sollten. Denn Kuba ist dringend auf bessere Wirtschaftsbeziehungen mit der EU angewiesen und wendet hierzu eine Methode an, die das Berliner Blatt an ein altbewährtes DDR-System der Devisenbeschaffung erinnert: "Die DDR sperrte politisch unliebsame Personen ein – und die Bundesrepublik zahlte harte D-Mark, damit die Leute freikamen." Daher die Warnung der TAZ: "Niemand kann vorhersagen, ob nach einer Freilassung womöglich eine neue Verhaftungswelle droht."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.