"Big Society: echte Aussicht für Großbritanniens Zukunft – oder nur leere Phrase?" So lautet der Titel im Independent. Knapp einen Monat, nachdem seine Regierung den strengsten Sparhaushalt ihrer Geschichte ankündigte, enthüllt David Cameron das Paradepferd seiner Politik: die "Big Society", welche der Zentralregierung bei der Verwaltung von Postämtern, Bibliotheken, Verkehrsdiensten und Wohnungsbau Macht entziehen und diese an lokale Gruppen übertragen soll. In seiner Ansprache in Liverpool nannte der britische Premier vier "Vorreiter-Gemeinden", die der "große Übungsplatz dieses Wandels" werden sollen. Ein Wandel, der – wie die linksgerichtete Tageszeitung anmerkt – "auf Kritik stieß, da er entweder als bedeutungslos oder als Ausrede zum Kürzen im Öffentlichen Dienst angesehen wird".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.