Ta Nea, 20. Juli 2010
Sokrates Giolias ist einem "geplanten Mord" zum Opfer gefallen, vermutet Ta Nea. Am 19. Juli wurde der Journalist und Chef eines privaten Radiosenders, der zahlreiche Skandale enthüllte, vor seinem Haus in Athen mit sechzehn Schüssen niedergestreckt. "Warum dieser Journalist? Warum jetzt?", fragt sich die Tageszeitung. Bis jetzt gab es zwar kein Bekennerschreiben zum Mord, doch vor achtzehn Monaten, schreibt Tea Nea, "hatten die Mitglieder der 'Sekte der Revolutionäre', ein radikales Grüppchen, das nach den Unruhen von 2008 entstand, gewarnt: Sie wollen alle Journalisten und Polizisten umbringen" und ermordeten einen Polizeibeamten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.