Trouw, 20. Juli 2010
"Revolutionsführer Bouterse neuer Präsident", so die Schlagzeile auf dem Titelblatt von Trouw am Tag nach der Wahl von Desi Bouterse zum Staatschef Surinames. Der ehemalige Armeechef und Revolutionsführer gilt für die Niederlande, wo er im Jahr 2000 zu elf Jahren Haft wegen Drogenschmuggels verurteilt worden ist, als Paria. Er steht darüber hinaus im Verdacht, in "die Morde von fünfzehn Oppositionellen vom 8. Dezember 1982“ verwickelt zu sein. Das Gerichtsverfahren zu diesen Verbrechen in Paramaribo, Hauptstadt der 1975 zur Unabhängigkeit gelangten niederländischen Kolonie, ist derzeit immer noch nicht abgeschlossen. "Er ist nur im Land erwünscht, um seine Strafe abzusitzen", zitiert Trouw Justizminister Maxime Verhagen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.