SME, 16. Juli 2010
"Keine Beschränkung mehr für den Schutzwall des Euro, genauso wenig wie für unseren Staatshaushalt", titelt die SME. Am 15. Juli hat die slowakische Regierung zugestimmt, sich mit 4,7 Milliarden Euro am Stabilisierungsfonds des Euro-Zone zu beteiligen, der geschaffen wurde, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Doch Bratislava weigert sich, Griechenland Geld zu leihen. "Die Situation ist kritisch", erklärt die neue Ministerpräsidentin Iveta Radičová. "Ende diesen Jahres wird unser Haushaltsdefizit ähnlich hoch sein wie das Griechenlands." Weiterhin ruft die Tageszeitung in Erinnerung, dass Athen sich dazu verpflichtet habe, bis Ende des Jahres sein Defizit auf 8,7% seines Bruttoinlandsproduktes zu reduzieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.