La Stampa, 14. Juli 2010
"Die 'Ndrangheta in Mailand: 300 Personen verhaftet", titelt La Stampa. Am 13. Juli führte die italienische Polizei einen schweren Schlag gegen das kriminelle Netzwerk der kalabrischen Mafia durch, deren Mitglieder in Norditalien in Drogen- und Waffenschmuggel sowie Bestechungsaffären verstrickt, oder als Kredithaie tätig sind. Die Familienchefs aus verschiedenen kleinen Dörfern der südlichen Region Kalabriens, wo die Organisation zu Hause ist, haben kürzlich versucht, ihre politischen Beziehungen spielen zu lassen, um den Löwenanteil der Verträge für die 2015 in Mailand stattfindende Weltausstellung und den Wiederaufbau des vom Erdbeben zerstörten L’Aquila zu erhalten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.