"Kann irgendetwas Europa wieder aufmöbeln", fragt die Titelseite des Economist. In den vergangenen 18 Monaten scheint die EU mit ihren wirtschaftlichen und politischen Krisen "eine verminderte Macht in der Welt" geworden zu sein, findet die Londoner Businesszeitung. Mit einem Rückblick auf den Kommissionsvorsitz des "genialen und jähzornigen französischen Politikers" Jacques Delors erklärt The Economist, die führenden Köpfe der Union müssten die Chance ergreifen, seine Initiativen zu vervollständigen: "Befreiung der Wirtschaft und Errichtung des gemeinsamen Markts. Durch die Ankurbelung des Wirtschaftswachstums könnte die EU ihre politischen Schwierigkeiten entschärfen und ihren Bürgern helfen. Im Moment bemühen sich die EU-Spitzen um die Reduzierung der Ausgaben: Wenn sie doch nur ein paar Reformen im Stil von 1992 hinzufügen würden."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.