"Bulgarien zahlt weiter für ein neues Atomkraftwerk, ohne zu wissen, ob es je fertiggestellt wird" – "Warum ist ihr Erdgas so teuer?" So inszeniert Dnevnik das Gespräch zwischen dem bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borrisow und dem russischen stellvertretenden Ministerpräsidenten Viktor Subkow, die am 6. Juli zusammengetroffen sind. Sofia entsendet in Richtung Russland gegensätzliche Signale, hinsichtlich seines Willens, die von der vorangegangenen sozialistischen Regierung gemachten Zusagen zu honorieren. Es geht um den Bau eines russischen Atomkraftwerks in Bulgarien, das sich immer deutlicher als "Weißer Elefant" entpuppt, die Beteiligung Bulgariens an der russischen Erdgas-Pipeline South Stream und der Burgas-Alexandroupolis Ölpipeline. Gazprom, der russische Gasriese, droht unterdessen Bulgarien, es vom South Stream-Projekt auszuschließen. In den letzten Jahren war Bulgarien das EU-Land, das Moskau am nächsten stand.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.