Der slowakische Präsident Ivan Gašparovič ist am 15. Juli für sein zweites fünfjähriges Mandat vereidigt worden. Die entsprechende Zeremonie jedoch, bemerkt die Lokalpresse, habe höchstens bei Touristen Interesse hervorgerufen. "Eine ambitionslose Amtseinführung", urteilt SME. Einzig die "unkritischen Verehrer des Präsidenten, die sich mit einer simplen und schlicht pathetischen Rede zufriedengeben", seien überrascht gewesen. Dabei war die dreiminütige Ansprache, die Ivan Gašparovič vom Balkon seines Bratislavaer Palastes aus hielt, von drei Menschenrechtlern für China unterbrochen worden. "Die Leute, die nicht anderes können als Plakate über ihren Köpfen zu schwingen, interessieren mich nicht", lautete die abweisende Antwort des Staatschefs. Für den Besuch des chinesischen Präsidenten Hú Jǐntāo am 18. Juni ist ein großes Polizeiaufgebot vorgesehen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.