The Irish Times, 1. Juli 2010
"Die Rezession ist vorbei, aber die Warteschlangen für Arbeitslosenhilfe werden länger", titelt die Irish Times. Die jüngste Veröffentlichung von Statistiken lässt die Tageszeitung aus Dublin zweifeln. Die Zahlen zeigen, dass das irische Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach zwei Jahren des Schrumpfens im ersten Quartal des Jahres 2010 um 2,7 Prozent anstieg. Eine andere Messung des Bruttosozialproduktes (BSP), bei der die Einkünfte von ausländischen Firmen mit Sitz in Irland wegfallen, ergäbe aber, dass die Wirtschaft weiterhin schrumpfe und erneut um 0,5 Prozent gesunken sei. Währenddessen zeigen am gleichen Tag veröffentlichte Arbeitslosenstatistiken, dass 13,4 Prozent der Erwerbsbevölkerung arbeitslos gemeldet ist.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.