The Guardian, 25. Juni 2010
"Griechenland bietet seine Inseln zum Verkauf feil, um seine Wirtschaft zu retten", titelt der Guardian. Die Londoner Tageszeitung hat erfahren, dass sich die griechische Regierung "in einem verzweifelten Versuch, ihre turmhohen Schulden zurück zu zahlen, anschickt, einige ihrer 6000 sonnengeküssten Inseln zu verkaufen oder langfristig zu vermieten." Ein Teil von Mykonos, eines von Griechenlands begehrtesten Urlaubszielen, soll verkauft werden. Athen sucht nach einem Käufer, der "dazu bereit ist, eine Kapitalspritze zu geben und einen luxuriösen Touristenkomplex zu entwickeln."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.