ABC, 23. Juni 2010
"Regierung in der Arbeitsmarktreform isoliert", verkündet ABC einen Tag nachdem die Arbeitsmarktreform in der Abgeordnetenkammer dank der Enthaltung der Opposition angenommen wurde. Zu den meistkritisierten Reformen gehören die Kürzung der Vorruhestandsleistungen und die Vereinfachung der Arbeitsverträge, die angeblich Neueinstellungen fördern sollen, jedoch auch die Entlassung von Arbeitnehmern vereinfachen könnten. Die konservative Tageszeitung ist der Ansicht, Ministerpräsident José Luis Zapatero habe "eine ungenügende Reform" eingeführt, die "in Ungewissheit gehüllt" sei, keinerlei "soziale oder politische Unterstützung" genieße und "als Anforderung der Europäischen Union übereilt vorgestellt worden" sei.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.