"Der Tag der Verlierer und der großen Verlierer", so betitelt die Irish News aus Belfast den heutigen britischen Staatshaushalt. Mit dem "härtesten Budget seit einer Generation" soll die Mehrwertsteuer für Artikel wie Alkohol und Benzin auf 20 Prozent ansteigen. Weiter sind Abbau von Sozialleistungen und Kürzungen der Beamtenlöhne. Die Öffentlichkeit ist geteilter Meinung über diesen Haushalt, den Finanzminister George Osborne – darauf bedacht, sich von den brutalen Tory-Haushalten der 1980er Jahre zu distanzieren – als "hart, aber fair" bezeichnet. Zudem weist Osborne darauf hin, dass die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung am härtesten getroffen, 850.000 der niedrigsten Einkommen hingegen ganz von der Einkommenssteuer befreit werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.