De Standaard, 21. Juni 2010
"Die Juden verlassen Antwerpen", lautet eine Schlagzeile des Standaard. Die belgische Zeitung prophezeit, dass in 50 Jahren überhaupt keine Juden mehr in der Stadt leben werden. Infolge des steigenden Antisemitismus verlassen viele junge Juden die Stadt, um in London, New York oder Israel zu studieren, weil man dort "beim Arbeiten problemlos eine Jarmulke (Kippa) tragen kann", und kommen nie zurück. Auch ist es für sie schwieriger geworden, in Antwerpen eine Karriere aufzubauen, seitdem die jüdische Gemeinschaft ihre vorherrschende Position im Diamantenhandel verloren und noch keine neue wirtschaftliche Alternative gefunden hat. De Standaard meint dazu: "Nur die armen chassidischen Juden bleiben noch, wollen sich aber nicht anpassen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.