Die Hypothese einer Rechtkoalition mit Einbeziehung der – an dritter Stelle platzierten – rechtspopulistischen, islamfeindlichen Partei von Geert Wilders löst sich in Luft auf, erklärt die niederländische Tageszeitung Trouw. Eine Woche nach den Parlamentswahlen kam Informateur Uri Rosenthal, der die möglichen Bündnisse auskundschaften soll, zu dem Schluss, "eine Koalition der VVD [Liberale], der PVV [Wilders’ Partei] und der CDA [Christdemokraten]" sei "unmöglich". Der Parteichef der CDA, Maxime Verhagen, hatte sich geweigert, mit Verhandlungen auch nur zu beginnen, solange die VVD und die PVV – die großen Gewinner der Parlamentswahlen vom 9. Juni – sich nicht über die großen Linien der zu führenden Politik einig seien. Wilders, der an die Regierung will, beschuldigt die Christdemokraten, die Koalition im Keim erstickt zu haben. Nun will Rosenthal versuchen, die Möglichkeit einer "lila" Koalition zwischen Liberalen, Sozialdemokraten, Liberaldemokraten und Grünen zu untersuchen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.