Népszabadság, 18. Juni 2010
"Die Medien auf dem Korn", titelt die Zeitung Népszabadság und bezieht sich damit auf den Gesetzesvorschlag über die Medien, den die neue Mitte-Rechts-Regierung gerade prüft. Wie die linksgerichtete Tageszeitung erklärt, enthalte er Maßnahmen "die dem europäischen Recht widersprechen" und zudem "die Meinungsfreiheit einschränken", wie etwa die Verpflichtung für die Medien, sich bei den Behörden anzumelden, präzise über bedeutende Ereignisse zu informieren und denjenigen Personen, die sich in ihrer Ehre oder ihrer menschlichen Würde verletzt fühlen, ein Gegendarstellungsrecht zu gewähren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.