"Orbán enthüllt seinen Aktionsplan", titelt Népszabadság in Reaktion auf den gestern vom neuen Regierungschef vorgestellten Maßnahmenkatalog, der neues Vertrauen in den Forint schaffen und den Erwartungen der Europäischen Kommission und dem IWF nachkommen soll. Wie die Budapester Tageszeitung berichtet, geriet die ungarische Währung in den vergangenen Tagen aufgrund der panikmachenden Erklärungen aus dem Umfeld Viktor Orbáns ins Wanken. Diese verglichen die wirtschaftliche Situation Ungarns mit der Griechenlands und beschworen das Schreckgespenst der Zahlungsunfähigkeit herauf. Dem Parlament präsentierte der Regierungschef nun ein 29 Punkte umfassendes Programm, das die Einführung einer Bankensteuer und einer Einkommenssteuer mit einem Einheitszinssatz, sowie Kürzungen der Staatsausgaben vorsieht. Ziemlich positiv sind die ersten Reaktionen auf das Orbán-Programm. Nach Berichten der Népszabadság haben "die Analysten das Programm" in der Tat "positiv bewertet, was dem Forint wieder zu neuen Kräften verholfen hat".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.