Am 2. Juni gab die Europäische Kommission bekannt, dass sie mit dem Gedanken spielt, die Ratingagenturen unter die Aufsicht der Europäischen Finanzmarktbehörde zu stellen, die 2009 gegründet wurde, berichtet Le Soir. All diese Agenturen (deren einflussreichste Vertreter die amerikanischen Moddy’s und Standards&Poor’s, sowie die britisch-amerikanische Fitch sind) "kritisiert man seit Dezember für ihre Rolle in der Krise der Eurozonenländer", schreibt die Brüsseler Tageszeitung. Der Aufsichtsbehörde würde man "exklusive Überwachungsbefugnisse über die in der EU registrierten Ratingagenturen", aber auch über die in der EU ansässigen Filialen außereuropäischer Agenturen zugestehen. Zudem dürfe sie "Informationen verlangen, Untersuchungen einleiten und Kontrollen vor Ort anweisen". Der EU-Kommissar für den Binnenmarkt und den Dienstleistungssektor Michel Barnier "will noch weiter gehen" und "plädiert für die Schaffung einer europäischen Agentur. Dadurch könnte man ein Gegengewicht zum 'angelsächsischen' Monopol in diesem Bereich schaffen", fügt Le Soir hinzu. Über die Vorschläge der Kommission wird der Europäische Rat am kommenden 17. Juni diskutieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.