Fast sieben Wochen nach der Explosion auf seiner Bohrinsel Deepwater Horizon befindet sich Großbritanniens größtes Unternehmen BP in einer "Finanzkrise", titelt The Independent. Während seit dem Unglück vom 20. April, bei dem elf Arbeiter ums Leben kamen, geschätzte 75 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen sind, hat der Börsenwert des Unternehmen um kolossale 75 Milliarden Euro abgenommen. Nachdem der letzte Versuch, die undichte Stelle zu verschließen, scheiterte, "ist der Börsenkurs von BP um weitere schwindelerregende 13 Prozent gefallen und hat weit über die Ölindustrie hinaus Alarm ausgelöst", berichtet die Londoner Tageszeitung. Mit dem "Top Hat", der das Ausströmen des Öls stoppen soll und auf den sich nun die Hoffnungen konzentrieren, droht aber eine neue Gefahr. Auch wenn die 808 Millionen Euro für die Reinigungskosten überschaubar bleiben, weil das Unternehmen im vergangenen Jahr fast 24 Milliarden Euro erwirtschaftete, steht jedoch die Jahreszeit der Wirbelstürme unmittelbar bevor. "Meteorologen rechnen nach zwei relativ ruhigen Jahren 2010 mit einer stürmischen Saison […]. Und die Unwetter werden nicht nur die Aufräumarbeiten behindern […], sondern könnten auch dazu führen, dass der Ölteppich sich über seinen momentanen Umfang hinaus ausbreitet."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.