"Die Christdemokraten betrachten Geert Wilders nicht als einen möglichen Partner", titelt Trouw eine Woche vor den kommenden Parlamentswahlen am 9. Juni. Der amtierende Partei- und Regierungschef des Christen Democratisch Appèl (CDA) Jan Peter Balkenende gab an, dass er im Sinne einer "Reformregierung" einer Koalition mit den Liberalen der VVD, der Democraten 66 (D66) und der GroenLinks (Grüne) den Vorzug geben würde. Die populistische und islamfeindliche PVV von Geert Wilders weigert sich, das Rentenalter (von derzeit 65 Jahre) anzuheben, da dies "dem Ansehen der Niederlande im Ausland" schaden könne, während die linke Arbeiterpartei PvdA, so Balkendende, "nicht bereit sei, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds zu kürzen". Trouw kommentiert, dass es sehr ungewöhnlich sei, dass sich ein Regierungschef bereits vor dem Wahlausgang für eine Koalition ausspricht. Er täte dies, um die moderate Wählerschaft an die Urnen zu locken, die einen starken Anstieg der PVV befürchten. Jüngsten Umfragen zufolge träte die liberale PVV als klarer Sieger hervor (mit 37 von 150 Sitzen), gefolgt von der PvdA (28 Sitze), dem CDA (25) und der PVV (17).
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.