Die zur EU gehörenden Überseeinseln schlagen Alarm: Die Brüsseler Politik "geht zu wenig auf ihre Interessen und wirtschaftlichen Probleme ein", titelt EUobserver.com. Beim Brüsseler "Forum für die Außenregionen Europas" vom 27. Mai schilderten die führenden Politiker der Regionen die düstere Situation der "schwindenden Einkommensquellen aus der Tourismusbranche und einer Arbeitslosenrate von über 25 Prozent". Zudem sei es "sehr schwierig, mit Produzenten aus Lateinamerika, Asien und dem Pazifik zu konkurrieren". Die neun äußersten Regionen der Union sind Teil des internationalen Marktes, gehören zur Eurozone und werden in Brüssel von Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten. Die Delegierten beschweren sich vor allem über die EU-Abkommen zur Freihandelszone. Diese bedrohten im Kontext der Wirtschaftkrise ganz besonders die kleinen Landwirte. "Auch wir leiden unter Armut. Unter der Sonne ist es nicht einfacher als im Schnee", sagte der Präsident des Territorialrates von Saint-Martin – Frantz Gumbs – seinen Zuhörern.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.