"Opfer sind notwendig", zitiert Corriere della Sera auf dem Titelblatt Italiens Regierungschef Berlusconi. Monatelang versicherte man, dass Italien auch ohne Haushaltskürzungen, wie sie nach und nach in ganz Europa verabschiedet werden, aus der Krise kommen könnte. Nun hat er das Handtuch geworfen. Jüngste Gerüchte, dass massive Einsparungen geplant würden, sind nun Wirklichkeit geworden. Die Regierung kündigte ein 24-Milliarden-Sparprogramm an: Einfrieren der Gehälter, Kürzungen im Staatshaushalt und bei Transferausgaben an die Regionen. Während Italien der Generalstreik droht, verkündete Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das "Italien auf dem rechten Weg" sei. Gleichzeitig zu dieser schlechten Nachricht veröffentlichte das Nationale Statistische Amt (ISTAT) einen Bericht, demzufolge 15 Prozent der italienischen Haushalte "unterhalb der Armutsgrenze" leben würden. Schlimmer noch: zwei Millionen junge Menschen zwischen 15 und 29 – die sogenannte "Neet Generation" (Not in Education, Employement or Training) – und satte 29 Prozent der 30-34-Jährigen leben noch bei ihren Eltern.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.