Ein "Doppel-Beschluss", nennt die ungarische Tageszeitung Népszabadság die am 26. Mai verabschiedeten Gesetzesentwürfe in Ungarn und der Slowakei. In Budapest hat das Parlament beschlossen, dass alle im benachbarten Ausland lebenden ethnischen Ungarn ab sofort einen ungarischen Pass beantragen können. Und in Bratislava verabschiedete das Parlament ein Gesetz, dass allen Magyaren, die diesen Antrag stellen würden, die slowakische Staatsbürgerschaft aberkannt wird. Die beiden Maßnahmen können die Spannungen zwischen beiden Ländern nur verschärfen. Man erlebe eine "herrlichen Tango von Viktor Orbán et Robert Fico", den beiden Regierungschefs, ätzt Népszabadság. "Es hat schon etwas Perverses, dass die Regierungen in Bratislava sich nur dann wohlfühlen, wenn es in Ungarn aggressive Regierungen gibt. Für Bratislava bleibt Budapest der Lieblingsfeind."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.