"Die Axt schlägt zu", titelt der Daily Telegraph zu Beginn des Tages, an dem Schatzkanzler George Osborne seine Sparpläne vorstellt, um das britische Defizit um sechs Milliarden Pfund (sieben Milliarden Euro) zu reduzieren. "Regierungsangestellte und andere Bürokraten werden zu den Ersten gehören, die diese Sparmaßnahmen zu spüren bekommen. Um zehn Milliarden Pfund zu sparen wird man zunächst einmal ihre Vergünstigungen wie Flug- und Bahnreisen in der Ersten Klasse streichen", berichtet die Londoner Tageszeitung. Auch plant man ein Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, der unter Umständen zum Verlust von mehr als 3.000 Arbeitsplätzen führen könnte. Zudem hat man es auf die Quangos [quasi regierungsunabhängige Organisationen] abgesehen; diese unbeliebten vom Staat gegründeten Institutionen, die während der New Labour-Regierung nur so aus dem Boden sprossen. Für sie sind Einsparungen in Höhe von einer halben Milliarde geplant. Zudem sollen im Beratungs- und Werbungsbereich bis zu eine Milliarde Euro eingespart werden. In einem Radio-Interview warnte Osborne davor, dass weitere Ausgaben im kommenden Sommer noch schmerzhaftere Folgen haben könnten. Er bestand weiterhin darauf, dass "der Staat abspecken und die Menschen im Gegenzug dazu mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen". In der Zwischenzeit erklärte Vize-Premier Nick Clegg, dass die Sparmaßnahmen für Kontroversen sorgen werden und sich die Minister auf den Zorn der Bevölkerung vorbereiten sollten. Seine Schlussfolgerung: "Die fetten Jahre sind vorbei."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.