Ist der slowakische Regierungschef korrupt? Die Frage stellt sich kurz vor den Parlamentswahlen am 12. Juni, bei denen Robert Fico als Favorit gilt. Letzterer muss sich derzeit des Bestechungsvorwurfs erwehren, nachdem Verbindungen seiner Partei, der sozialdemokratischen SMER, mit Spendern seiner Wahlkampagne ans Licht gekommen waren. Damals, so schreibt Hospodářské noviny, "ging er auf Spenderjagd, indem er ihnen hohe politische und wirtschaftliche Ämter in Aussicht stellte." Dass man im Gegenzug für eine Spende Ämter einfordere, sei "doch durchaus legitim", sagte Fico zu seiner Verteidigung, nachdem die Tageszeitung SME einen Vertrag veröffentlicht hatte, der diese Kungelei-Praktik bestätigt [der Geschäftsmann Lubomír Blaško erhält gegen rund eine Million Euro Ämterversprechen]. "Der amtierende Partei- und Regierungschef hält eine illegale Praktik für legitim", kommentiert SME. "In einem demokratischen Land" hätte ein vergleichbarer Skandal "einen Politiker für jedes öffentliche Amt disqualifiziert", meint das Blatt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.