In einer Fernsehansprache kündigte gestern der portugiesische Staatschef Cavaco Silva an, dass er das Gesetz zur Anerkennung der Homo-Ehe unterzeichnet habe. "Er war sichtlich geniert, kritisch und dachte vor allem an die Wirtschaftskrise", schreibt Público auf dem Titel. Der Präsident gestand ein, für sein "Jawort" seine persönlichen Überzeugungen beiseite gelegt zu haben. Er wünsche zusätzliche Probleme "in diesen schlimmen Zeiten für das Land" zu vermeiden. Er erinnerte die Zuschauer daran, dass der Gesetzentwurf für die gleichgeschlechtliche zivile Partnerschaft nach einer heftigen Debatte im Parlament am 11. Februar verabschiedet worden sei. Das Staatsoberhaupt bedauerte, dass es "die Politik bei einer solch sensiblen Frage versäumt hat, einen parteiübergreifenden Konsens zu erreichen, was eine unnötige Spaltung der portugiesischen Gesellschaft vermieden hätte."
Portugal
Homo-Ehe dank Wirtschaftskrise
18. Mai 2010
Presseurop
Público Público, 18. Mai 2010
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.