Europa soll Lateinamerika "eine Chance geben", heißt es im Leitartikel der spanischen Tageszeitung El País anlässlich des EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfels, der am 17. Mai in Madrid beginnt. Die Region "hat die Demokratie verstärkt und die Weltwirtschaftskrise vermieden", schreibt El País und bemerkt, dass die Staaten in Mittelamerika durchaus dazu bereit sind, ab dem 19. Mai bessere Handelsbeziehungen mit der EU zu unterhalten. Weiter hofft der Mercosur, der südamerikanische Binnenmarkt, zu welchem Brasilien, Argentinien und Uruguay gehören, auf den Abschluss eines Freihandelsabkommens. Während China auf dem besten Weg ist, bis 2020 in diesem Teil der Welt der zweitgrößte Investor nach den Vereinigten Staaten zu werden, bedeutet dies eine einmalige Chance für den spanischen EU-Vorsitz, die Verhandlungen voranzutreiben, meint El País. Sonst "ist die Chance für immer verloren". Der Mercosur erwirtschaftet heute weltweit das fünftgrößte Bruttoinlandsprodukt und Brasilien hat innerhalb der letzten Jahre den Status einer Weltmacht erreicht, schließt die Tageszeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.