Nach der Kampagne gegen die Griechen in Deutschland zieht nun auch die Tschechische Republik nach. Hospodářské noviny berichtet, dass rund zwei Wochen vor den Parlamentswahlen am 28. und 29. Mai die (konservative) Demokratische Bürgerpartei mit Wahlplakaten an die Öffentlichkeit getreten ist, auf denen "die Sozialisten Griechenlands und Tschechiens sind dieselben" geschrieben steht. Der Satz wird von einem Foto begleitet, auf dem griechische, mit Gasmasken vermummte Demonstranten die griechische Flagge verbrennen. "Das missfällt den Griechen", schreibt die Tageszeitung auf der Titelseite. "Die Kampagne wendet sich an die Bürger, denen die Staatsverschuldung nicht gleichgültig ist" und gehe nicht gegen Griechenland, verteidigt sich die ODS nach Beschwerde des griechischen Botschafters. Die tschechischen Sozialisten antworten in ihrem Wahlkampf, dass es gerade eine Rechtsregierung war, die für das griechische Defizit verantwortlich ist.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.