Während Portugal den Papst zum viertägigen Besuch empfängt, beugt sich die portugiesische Presse tief über die neuen Sparpläne der Regierung: "Die Regierung denkt an eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und an eine zusätzliche Besteuerung des 13. Monatsgehalts, was drei Milliarden Euro zusätzlich in die Kassen bringen soll", schreibt Público auf dem Titelblatt. Diese Maßnahme solle es erlauben, das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 7,3 Prozent herunterzuschrauben (anstelle der vorausgesagten 8,3 Prozent), notiert die Tageszeitung mit dem Hinweis, dass bereits 1983 eine Besteuerung des 13. Monatsgehalts auf Anweisung des Internationalen Währungsfonds beschlossen wurde. Die Krise werde auch im Mittelpunkt der Papstrede stehen, fährt Público fort. Ebenso Fragen der Menschenrechte, sowie die jüngst gebilligte Einführung der Homoehe in Portugal.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.