"Großbritanniens Premier Gordon Brown bietet für eine Koalition mit den Liberalen seinen Rücktritt an", titelt der Daily Telegraph. Dieses wurde vier Tage nach dem Wahlpatt vom 6. Mai angekündigt. Nachdem die Wunschpartner Tories und Liberale sich nicht einigen konnten, möchte Brown, so der Telegraph, "das Gespräch suchen... bevor er seinen Vorsitz der Labour-Party beim Parteitag im September abgeben wird, auf dem ein neuer Parteichef gewählt werden soll."
"Ein Akt von atemberaubendem Zynismus, der nur auf reinen Parteiinteressen ruht", meint der Leitartikler des Tory-freundlichen Telegraph. "Brown versucht eindeutig, den Wählerwillen dieser Parlamentswahlen zu übergehen." Würde die Koalition zwischen Labour und den Liberalen, die zwei Millionen weniger Stimmen und 48 weniger Sitze erreichten, zustande kommen, würde "Großbritannien wieder von einen Labour-Regierungschef regiert werden, Nachfolger des anderen, der weder vom Land noch von seiner Partei gewählt wurde. Selbst für Labour-Standards ist dies skrupellose Selbstbedienung."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.