"Der Staat unter Schocktherapie", titelte die România liberă am Morgen, nach dem Präsident Traian Basescu Sparmaßnahmen ankündigte, die das Haushaltsdefizit Rumäniens reduzieren und ein Szenario im griechischen Stil verhindern sollen. Im Gegensatz zu den Empfehlungen des Internationalen Währungsfonds – eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und des Steuersatzes – sieht der Regierungsplan ab dem 1. Juni Lohnkürzungen (-25%) und Rentenkürzungen (-15%) im öffentlichen Dienst sowie die Kürzung der Arbeitslosenunterstützung (-15%) vor. Weiter werden knapp 140.000 öffentliche Angestellte bis Ende 2010 ihren Arbeitsplatz verlieren. Die România liberă weist zwar darauf hin, dass "der Staatschef und der Gouverneur der Landesbank den Vertretern des IWF standhielten, indem sie dem Misstrauen die Variante des Vertrauens entgegensetzten", doch die Sozialisten und die Gewerkschaften finden, diese Maßnahmen trieben "die Bevölkerung zu einem 'Genozid' wie in Griechenland".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.