Gerade erst hat er begonnen und schon hat sich der Wahlkampf in der Slowakei in eine "beispiellose Schlammschlacht" im ganzen Land verwandelt, bedauert SME in ihrem Leitartikel "Die Schande". Auf den Plakaten der Slowakischen Nationalpartei (SNS) ist ein halbnackter, tätowierter und etwas rundlicher Roma zu sehen. Eine dicke Goldkette liegt um seinen Hals. Darunter der Wahlspruch: "Um nicht mehr diejenigen zu nähren, die nicht arbeiten wollen". Nun hat es Regierungschef Robert Fico wirklich schwer, zu verbergen, dass "Rassisten zu seiner Regierung gehören", schreibt die Tageszeitung aus Bratislava. Schließlich gewinnen die Nationalisten der SNS "ihre Wähler mit rassistischen Äußerungen" und "stereotypischen Darstellungen der Roma". Daher klagt SME Fico an. Schließlich toleriert er in seiner seit 2006 mit der SNS bestehenden Koalition aggressives Verhalten gegenüber den Roma und der ungarischen Minderheit, und trägt dazu bei, dass dies akzeptabel und normal (geworden) ist.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.