Der spanische Regierungschef José Luis Zapatero und der Oppositionsführer Mariano Rajoy der Volkspartei setzen sich am heutigen 5. Mai "mitten im tiefsten Unwetter" zu einem Gipfeltreffen zusammen, titelt La Vanguardia. Dem stark durch die Euro-Krise in Mitleidenschaft gezogenen Spanien steht "eine der schwersten Zeiten seit dem Eintritt in die Demokratie" bevor, schreibt Barcelonas Tageszeitung. Am 4. Mai verunsicherten verschiedene Gerüchte die europäischen Börsen. "Spanien und Portugal" seien "auf dem Weg in den Hades". Scharf kritisiert La Vanguardia diese "'Gerüchteküche', die mit der tatsächlichen Schwäche eines Landes spielt, das bis zum Hals in Schulden steckt". Nachdem die spanische Börse um 5,4 Punkte fiel, wies der in Brüssel weilende Regierungschef Zapatero verärgert auf die "Verantwortung" der internationalen Ratingagenturen hin. Allerorts trügen sie die Schuld an der instabilen Situation und an der "völlig verrückten und absolut absurden" Spekulation, laut der Spanien finanzielle Hilfe von der EU erbeten habe. "Die Scharfschützen haben die ‚Argentinisierung‘ ganz Südeuropas im Visier", schlussfolgert die Tageszeitung aus Barcelona.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.