"Die Slowakei wird warten", bevor sie Griechenland unterstützt, so berichtet die Tageszeitung Sme. Laut Ministerpräsident Robert Fico soll Griechenland erst beweisen, dass es zur Reduzierung seiner Staatsschulden fähig ist, bevor der slowakische Anteil am 110-Milliarden-Hilfsplan der EU und des IWF freigegeben wird. "Angesichts der politischen Situation ist es fast unmöglich, im Parlament Übereinstimmung zu finden", stellt die Tageszeitung aus Bratislava fest und erinnert daran, dass die slowakischen Parlamentswahlen am 12. Juni stattfinden. Wenn nicht die europäischen Partner Druck machen, werden die 800 Millionen Euro (1 Prozent des BIP), die von der Slowakei an Griechenland ausgezahlt werden sollen, also erst von der neuen Regierung bestätigt, die am 12. Juni den Wahlurnen entsteigt. Die Slowakei trat 2009 als letztes Land der Eurozone bei, was populistische Aussagen im Stil von "wir helfen einem reicheren Land" noch verstärkt, so Sme.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.