El País berichtet, dass Spanien und Gibraltar ein Abkommen zum Austausch von steuerlichen Angaben ausgehandelt haben, was der jahrzehntelangen finanziellen Intransparenz auf dem Felsen ein Ende setzt. Die spanische Regierung verlangt nun jedoch vom Vereinigten Königreich, dieses Abkommen gegenzuzeichnen. "Spanien erhebt seit 300 Jahren Anspruch auf die Souveränität über Gibraltar", schreibt die Tageszeitung aus Madrid, "und erkennt ihm keine Verhandlungsfähigkeit im Alleingang an." Die Unterzeichnung eines internationalen Abkommens mit der britischen Kolonie würde stillschweigend die Anerkennung ihrer Souveränität unterstellen. Weiter bemerkt El País, dass die Steueroase nach wie vor Geldströme der Steuerflüchter und des organisierten Verbrechens auffängt. 30 Prozent der von spanischen Kriminalbeamten gestellten Anfragen nach Buchungsprotokollen werden entweder abgeblockt oder bleiben unbeantwortet. Die Behörden von Gibraltar antworten darauf, dass diese Anfragen an die britischen Behörden und nicht direkt an sie selbst gestellt werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.