Der Frankfurter Rundschau zufolge wird der Mai purpurn sein. Auf ihrer Titelseite sind vier rote nach unten zeigende Pfeile abgebildet. „Ein Blick in den Mai" ist die Überschrift der „schlechten Aussichten“: „Die Maifeiern sind wohl wieder ein Fall für die Polizei, Euroland stöhnt weiter unter der Keditkrise, das Öl der gesunkenen Bohrinsel breitet sich im Golf aus und das Wetter wird nässer und kälter." Eine gute Nachricht meldet sie dennoch: „Es gibt wieder Arbeit“. Zwischen März und April ist die Zahl der Arbeitslosen um 68 000 gefallen und die 30 größten Unternehmen gehen von einer 30-40-prozentigen Gewinnsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus; nur die Gehälter steigen kaum an. „Inwiefern die Griechenlandkrise und ihre Folgen für andere Euroländer sich auf die deutsche Wirtschaft auswirken, ist derzeit allerdings kaum abschätzbar", selbst wenn „ein schwacher Euro für exportprientierte Unternehmen günstig wäre.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.