"Der spanische Senat debattiert in fünf Sprachen", titelt die Tageszeitung El Mundo aus Madrid. Die regierende sozialistische Partei stimmte gemeinsam mit regionalen Nationalisten dem Vorschlag zu, in der zweiten Kammer des Parlamentes alle offiziellen Sprachen des Landes zu verwenden, d.h. spanisch/kastillisch, katalanisch, baskisch, gallisch und valenzianisch. Die Zeitung macht ironisch darauf aufmerksam, dass der hierfür erforderliche Simultanübersetzungsdienst "genauso wie der der UN oder des Europäischen Parlamentes funktionieren" müsse. Regionale Nationalisten begrüßten die Initiative als Teil "demokratischer Normalität", doch die oppositionelle Volkspartei (PP) nannte sie eine "absolute Dummheit" und "auf der internationalen Bühne lächerlich [...] mit Senatoren, die Ohrhörer tragen, um sich gegenseitig zu verstehen, obwohl alle in der Kammer die gleiche Sprache sprechen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.