„Belgien auf dem Weg zu Neuwahlen“, titelt De Standaard nachdem am Montagabend Belgiens König Albert II. das Rücktrittsgesuch des Ministerpräsidenten Yves Leterme angenommen hat. Nach den gescheiterten Verhandlungen um die Aufspaltung des zweisprachigen Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde, Zankapfel zwischen Flamen und Wallonen, hatte Leterme das Handtuch geworfen. Neuwahlen scheinen somit der einzige Ausweg aus der derzeitigen Krise. La Libre Belgique schreibt, dass Leterme nun bereits „zum fünften Mal in dreißig Monaten“ zurückgetreten ist, zweimal als Beauftragter zur Regierungsbildung und dreimal als Regierungschef. Le Soir spricht von einer „völligen Lähmung“, einem „unbeschreiblichen, verantwortungslosen und zerstörerischen Chaos“ und fürchtet, dass sich Belgien in einer finanziellen Lage wiederfinden wird, „die die Finanzmärkte vermutlich [dem Land] nicht verzeihen werden.“ „Keiner will mehr regieren“, meint De Standaard. „Das Land geht bis an die äußerste Grenze des Absurden. Man muss sich die Frage stellen, ob es noch eine gemeinsame Zukunft für Flamen und Frankophonen unter einem Dach namens Belgien geben kann.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.