Público, 26. April 2010
Ein Jahrestag im Zeichen der Krise. In einer Rede anlässlich des 36. Jahrestags der Nelkenrevolution gestand der portugiesische Präsident Aníbal Cavaco Silva zwar zu, die Krise sei „schwer“, doch er „vermied Kritik und schlug Lösungen vor“. Während Portugal immer mehr von der in der Eurozone grassierenden Krise bedroht zu sein scheint, erklärte er, das Land müsse auf seinen Seetransport und die Ressourcen aus dem Meer setzen, sowie auf Transportwesen, Energie, Schiffsbau oder Biotechnologie. Er verlangte auch, die öffentliche Hand solle sich „stark engagieren“, um Porto zu einem Zentrum für „Talente, Exzellenz und Innovation“ in der Kulturwirtschaft zu machen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.