Der Erfolg der Euroskeptiker bei der Europawahl gebe keinen Anlaß zur Sorge, urteilt der Politologe Jan Beyers im flämischen De Standaard. "Das stellt keine Gefahr für die politische Stabilität der Union dar. Ganz im Gegenteil ! Die EU ist ein dynamisches politisches System, das nicht aus Zucker ist". Beyers meint, dass "die Stärkung der anti-europäischen Stimmen das Ergebnis des Einigungsprozesses ist. Noch vor kurzer Zeit war die europäische Politik von einem pro-europäischen Konsens beherrscht. (…) Wenn die Euroskeptiker nun ihren Gefühlen nachdrücklicher Ausdruck verleihen, dann sind auch die Pro-Europäer gezwungen, ihre Überzeugungen mit besseren Argumenten zu untermauern. Die Tagespolitik wird politisierter und konfliktreicher werden, und so wesentlich leichter für den Normalbürger wahrzunehmen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.