"Rumänien hat sein Ziel erreicht und ist zur Energie-Endstation der EU ins Schwarze Meer geworden", titelt România liberă am Tag, nachdem Rumänien, Georgien und Aserbaidschan in Bukarest ein Abkommen zum Bau einer neuen Ferngasleitung unterzeichnet haben, die die Gasfelder des Kaspischen Meeres mit Europa verbinden soll. Das White Stream II getaufte Projekt "entspricht vollständig den Vorstellungen der Europäer", denn "es wird ab 2012 20 Milliarden Kubikmeter Gas in die Europäische Union befördern" und "der europäischen Abhängigkeit vom russischen Gas ein Ende setzen." Die Kosten von zwei bis vier Milliarden Euro machen aus ihm "die Option, die für die EU am günstigsten ist", selbst wenn das Projekt mit der Nabucco-Gasleitung konkurriert, der (sehr viel teureren) Ferngasleitung, die den Iran über die Türkei mit Zentraleuropa verbinden soll und Gegenstand intensiver Verhandlungen innerhalb der EU ist. Ein weiterer Vorteil sei der România liberă zufolge der "erste Schritt, mit dem Rumänien die geopolitische Karte des Schwarzen Meeres ändern wird."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.