Handelsblatt vom 15. April 2010
"Einstürzende Neubauten" prangen heute auf dem Handelsblatt-Titel. Nach der Finanzkrise droht dem Planeten eine neue Immobilienkrise, warnt die Wirtschaftszeitung; zunächst aber den namhaften Banken, die in den spekulativ überhitzten Markt für Gewerbeimmobilien investiert haben. Der 5,4 Milliarden Dollar-Verlust der Investmentbank Morgan Stanley sei da nur der Anfang. In den USA wiege der Markt für Bürogebäude, Einkaufszentren und Mietskasernen 6,7 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Der Subprime-Markt, der die Krise 2007 auslöste, stand für 1,3 Billionen Dollar. "Von den Gefahren wollte niemand etwas hören", bemerkt das Handelsblatt mit Blick auf die Bedrohung für europäische Häuser wie Crédit Suisse oder Deutsche Bank.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.